Mai 2012: Analoges Satelliten-TV wird abgeschafft
Zum 01.05.2012 wird das analoge Signal für Satellitenfernsehen bundesweit eingestellt, ebenso die analog über Satellit verbreiteten Hörfunkprogramme. Künftig werden nur noch digitale Signale für den Satellitenempfang übertragen. Wenn Sie Ihr Fernsehsignal über Satellit empfangen und sich nicht sicher sind, ob das von Ihnen empfangene Signal analog oder digital übertragen wird, kann dies über die Videotextseite 198 auf den Sendern ARD, ZDF, RTL, SAT1 oder PRO7 überprüft werden. Werden Sie auf der Seite auf das Abschalten des analogen Fernsehens hingewiesen, so empfangen Sie noch analog. Anderenfalls werden Sie informiert, dass bereits ein digitales Signal empfangen wird, es muss nichts veranlasst werden. Wer noch analoge Satellitensignale empfängt (ca. 20.000 Hamburger Haushalte), muss sich auf die Umstellung vorbereiten, ansonsten bleibt das Fernsehbild ab dem 01.05.2012 schwarz. Bei alten Satellitenanlagen muss für die Satellitenschüssel ein universaler Empfangskopf (LNB) angeschafft werden. Röhrenfernseher und viele Flachbildschirme besitzen keinen integrierten DVB-S Tuner, deswegen muss u.U. zusätzlich für das Fernsehgerät ein externes digitales Empfangsgerät angeschafft werden, um weiter fernsehen zu können. Verfügt der Mieter über eine eigene Satellitenanlage, so muss er sich selbst die notwendigen Geräte auf eigene Kosten anschaffen. Erfolgt der bisherige analoge Satellitenempfang über eine vermieterseitige Schüssel, so muss der Vermieter die Anlage so umrüsten, dass aus der Antennendose ein digitales Satellitensignal zu entnehmen ist. Die dafür erforderlichen Kosten sind reine Instandhaltungskosten, soweit die Programmauswahl nicht vergrößert wird. Können mehr Programme als zuvor empfangen werden, sind die Kosten als Modernisierung auf die Mieter umlegbar. Die Anschaffungskosten für einen DVB-S Receiver verbleiben immer bei den Mietern.
Marc Meyer










