Mieter Helfen Mietern Hamburger Mieterverein e.V.

Mieter Helfen Mietern Hamburger Mieterverein e.V.

Mieter Helfen Mietern Hamburger Mieterverein e.V.
Bartelsstraße 30, 20357 Hamburg, Tel. 040 - 43 13 94-0
Direkt zum Inhalt springen

Nacht der Wohnungsnot am 23. und 24.9.2010

Gemeinsam an der Feuertonne für das Recht auf Wohnen

Der Weg in ein Leben ohne eigene vier Wände ist oft kurz und schmerzvoll: eine Beziehung scheitert, die Gesundheit streikt, der Arbeitgeber kündigt. In Hamburg leben etwa tausend Männer und Frauen auf der Straße, weitere rund dreitausend Menschen haben zumindest einen Platz in einer städtischen Unterkunft gefunden, unter ihnen auch Familien mit Kindern. Ungezählt sind die, die in persönlichen Krisenzeiten irgendwo unterschlüpfen – wie der junge Hartz IV-Empfänger, der wider Willen bei seinen Eltern leben muss oder die Frau, die der Gewalt in ihrer Beziehung entgehen will. Sie versuchen, möglichst lange ohne institutionelle Hilfe auszukommen und halten nach außen hin ein ‚normales’ Leben aufrecht. Nur wenigen sieht man die provisorischen Bedingungen an, unter denen sie leben.
In den Unterkünften für Wohnungslose müssen Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen auf engem Raum miteinander zurecht kommen. Draußen ist es vielleicht kälter und nass, dafür ist es auf einer guten ‚Platte’ überschaubarer, intimer, gelüfteter. Wer schon länger auf der Straße lebt, meidet öffentliche Un­terkünfte.
Wohlfahrtsverbände und Freie Träger fordern deshalb schon lange, das Angebot auszubauen und zu verbessern. Statt Mehr­bettzimmern sollten verstärkt Einbettzimmer geschaffen werden als Rückzugsmöglichkeit von einem anstrengenden und krankmachenden Leben auf der Straße. Von hier aus soll der Weg weiter führen in eine ‚normale’ Wohnung. Wie aber kommen Woh­nungslose an einen eigenen Mietvertrag? Immer noch haben viele Vermieter – und auch Nachbarn – Vorbehalte. Vor allem aber ist der Wohnungsmarkt in Hamburg angespannt. Es gibt zu wenige kleine, preisgünstige Wohnungen für Geringverdienende. Mieter­vereine schätzen, dass jährlich 5.000 bis 8.000 Sozialwohnungen in Hamburg fehlen. Diese Lücke könnte das städtische ­Un­ternehmen SAGA/GWG füllen, wenn es nicht gewinnorientiert andere Prioritäten setzen würde. Auch die übrige Wohnungs­wirtschaft erfüllt ihre versprochenen Belegungs­quoten nicht.
Eine Wohnung ist, so soll es sein, ein Ort, an dem man ungestört schlafen, Freundinnen einladen und sich zurückziehen kann. Wer keine eigene Wohnung hat, kann von all’ dem nur träumen.

Tina Fritsche

Einladung:
Nacht der Wohnungsnot und Sleep Out am Michel

In der Nacht vom 23. auf den 24. September 2010 (von 20.00 bis 8.00 Uhr) lädt das Hamburger Aktionsbündnis zur Nacht der Wohnungsnot und zum Sleep Out am Michel ein. Bettina Reuter: „Wir wollen aufmerksam machen auf die miserablen Zustände bei der Unterbringung von Obdachlosen und auf den Mangel an bezahlbarem Wohnraum“. Zu Musik, heißer Suppe, Getränken und Gesprächen an der Feuertonne sind alle herzlich eingeladen. Alle, die bleiben wollen, können dann eine Nacht gemeinsam in Zelten oder unterm freien Himmel verbringen. Die Aktion findet statt im Rahmen der Aktionswoche der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe - „Der Sozialstaat gehört allen! Menschen in Wohnungsnot haben ein Recht auf Wohnen, Arbeit, Gesundheit“ vom 21. - 30.9.2010. Mehr Infos unter bagw.de
Infos zur Hamburger Aktion: bettina.reuter@wohnungslose.de

Hinweis: Diese Website basiert auf XHTML. Sie benutzen eine ältere Browserversion, die das Layout dieser Website auf Basis von XHTML nicht darstellen kann. Wenn Sie die Website mit Layout sehen wollen, benutzen Sie bitte eine aktuelle Browserversion.