Mieter Helfen Mietern Hamburger Mieterverein e.V.

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Bürgerentscheid in Langenhorn (Wulffsche Siedlung)
Abriss von 546 Wohnungen verhindert!
, 10.11.2011

Hamburg braucht kleine bezahlbare Wohnungen jetzt und heute. Die gibt es noch in der Wulffschen Siedlung. Die Wohnungen sind durchschnittlich 45-50 m² groß und kosten ca. 7,00 € netto kalt. „Hier drohte den Mietern die Abrissbirne ohne eine Zusage des Vermieters, wie die neuen Wohnungen konkret nach Größe und Ausstattung hätten aussehen sollen und wie hoch die neue Miete ausgefallen wäre“, fasst MhM-Geschäftsführerin Sylvia Sonnemann die Ausgangslage zusammen.

Unverbindlichkeit schafft Misstrauen
Auf den Mieterversammlungen wollten die Vermieter auch nicht den von den Mietern und MhM geforderten Kündigungsverzicht erklären. Den Verzicht erklärte man erst auf Druck der Bezirksversammlung als die Bürgerinitiative genug Stimmen für den Entscheid gesammelt hatte. „So kann man Mieter und auch MhM nicht von einem Bebauungsplan überzeugen, der nur eine einzige Ge-wissheit geschaffen hätte: die Grundlage für den geplanten Abriss aller Wohnungen der Siedlung,“ erklärt Sonnemann den Widerstand gegen den Bebauungsplan.

Mangelnder Respekt vor dem Bürgerentscheid
„Unter Verdrehung der Fakten findet eine unerträgliche öffentliche Stimmungsmache gegen die erfolgreiche Bürgerinitiative in Langenhorn und damit auch gegen das Bürgerbegehren statt,“ kommentiert Sylvia Sonnemann u.a. die Pressemitteilungen der CDU- und GAL-Fraktionen in Nord. Die Behauptungen, dass hier Anwohner über Bewohner gesiegt hätten, ist ebenso falsch, wie die pauschale Zustandsbeschreibung der Siedlung als marode:

Mieter leisteten Widerstand
Die Bürgerinitiative setzt sich entgegen allen Behauptungen aus Bewohnern und Anwohnern zusammen. 400 Bewohner der 546 Wohnungen unterschrieben die Unterschriftslisten der Initiative. Der Mieterbeirat bildete sich auf einer schwach besuchten Infor-mationsveranstaltung der Vermieter auf Vorschlag der Vermieter per Akklamation. „In dem Mieterbeirat haben sich die Mieter für die Interessen derjenigen Mieter eingesetzt, welche den Abriss und Neubau wünschten, ein Dialog mit der Initiative fand leider nicht statt“ bedauert Sonnemann die Aufspaltung der Mieter in Befürworter und Gegner des Bebauungsplans.

Der Instandhaltungsgrad der Wohnungen ist gut, z.T. wurden sie gerade erst modernisiert. Es trifft nicht zu, dass die Gebäude allesamt oder auch nur überwiegend marode seien. In den Beratungen der MhM-Mitglieder aus der Siedlung ging es nicht ein einziges Mal um Mängel! Gravierende Mängel einzelner Gebäude rechtfertigen zudem nicht den Abriss der ganzen Siedlung.

 

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