Mieter Helfen Mietern Hamburger Mieterverein e.V.

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VHW-Genossen in Hamm:
Widerstand gegen Abrisspläne

Im Hamburger Stadtteil Hamm ist ein Wohnblock aus der Schumacher-Zeit vom Abriss bedroht. Die schmucken Häuser mit Erkern, kleinen Balkonen und Sprossenfenstern gehören einer Genossenschaft, der VHW. Sie findet die 122 Wohnungen mit 1 bis 21/2 Zimmern nicht mehr zeitgemäß. Auch wenn öf­fent­liche Mittel in Anspruch genommen würden, die Mieten würden trotzdem steigen, sagt sie. Eine Sanierung und Modernisierung nach den geltenden Vorschriften der Energie­sparverordnung sei fast so teuer wie Neubau, behauptet die VHW. Deswegen ist die VHW der Meinung, es gäbe keinen anderen Weg als Abriss. Und deshalb bietet die VHW ihren Mietern teurere Ersatzwohnungen im Viertel an und vermietet seit Anfang des Jahres auch keine freiwerdenden Wohnungen mehr in diesen Häusern. Der Bezirk Mitte hätte den Leer­stand bereits im September 2011 genehmigt, er­zählen VHW und die ge­frag­ten Bezirks­po­litiker. Die Entmietung läuft also. Viele der Bewoh­ner der Straßen Chapeau­rougeweg, Am Elisabethgehölz und Curtiusweg sind ge­schockt, dass ihre Genossenschaft sie vor vollendete Tatsachen stellt. Die gute, über Jahre gewachsene Nachbarschaft mit einer bunten Mischung aus Jung und Alt, Arbeitern und Akademikern, Fami­lien und Klein­haushalten droht auseinander zu brechen. Ein großer Teil der 200 Bewohner hat sich zu der Initiative „Rettet Elisa“ zusammengeschlossen. Sie wollen um ihre Wohnungen, ihre preisgünstige Mieten bislang um die 4,50 € und ihren nachbarschaftlichen Zusammenhalt kämpfen. Denn die Kalt­mieten in den Neubauten sollen 11,50 €/ m² betragen. Für viele der jetzigen Mieter unbezahlbar. Der Initiative würde es schon reichen, wenn die Genossenschaft endlich die notwendigen Instandsetzungen durchführte, sowie Dächer und Kellerdecken energetisch sanieren würde. Viele haben ihre Woh­nungen selber aufgewertet, indem sie beispielsweise Heizungen eingebaut haben. Bleibt zu hoffen, dass die Genossenschaft doch noch ein Einsehen hat und mit den betroffenen Mietern verhandelt. Mehr unter
www.rettet-elisa.de

Karin Aßmus

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